Purim und echte Freundschaft

Hagaon Rav Dr. Yechiel Yakob Weinberg זצ“ל war vor etwa 90 Jahren der Rebbe, der Rektor des Berliner Rabbiner-Seminars. Er lebte nach dem Krieg in Montreux und galt als einer der größten Talmidei Chachamim, Tora-Gelehrten der Nachkriegsgeneration.

Er sagt: Warum sprechen  wir keine Bracha, keinen Segensspruch bei der schönen Mizwa von Mishloach Manot? (= Speise- oder Getränkegeschenke, die an Familie und Freunde geschickt werden, um zu symbolisieren, dass zu Purim jeder ausreichend für ein Festessen zur Verfügung hat).

Und er antwortet: Wenn wir ein Bracha  „Asher Kidshanu Vezivanu“ sagen, bedeutet das, dass wir die Mischloach Manot nur deshalb senden, weil Hashem uns  „befohlen“ (VeZivanu= befohlen) hat, dies zu tun. Dies wiederum würde von der Wärme und der echten Freundschaft mindern, die mit dieser speziellen Mizwa gemeint ist.

Natürlich tun wir es als Teil von Mizwot Purim, aber der Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der Freundschaften.

Herzliche und freundliche Purim-Grüße

Rabbiner Chaim Michael Biberfeld