Wochenabschnitt Schabbat Parshat Wajeze

  וְעַתָּ֗ה לְכָ֛ה נִכְרְתָ֥ה בְרִ֖ית אֲנִ֣י וָאָ֑תָּה וְהָיָ֥ה לְעֵ֖ד בֵּינִ֥י וּבֵינֶֽךָ׃וַיִּקַּ֥ח יַעֲקֹ֖ב אָ֑בֶן וַיְרִימֶ֖הָ מַצֵּבָֽה׃וַיֹּ֨אמֶר יַעֲקֹ֤ב לְאֶחָיו֙ לִקְט֣וּ אֲבָנִ֔ים וַיִּקְח֥וּ אֲבָנִ֖ים וַיַּֽעֲשׂוּ־גָ֑ל וַיֹּ֥אכְלוּ שָׁ֖ם עַל־הַגָּֽל׃

וַיִּקְרָא־ל֣וֹ לָבָ֔ן יְגַ֖ר שָׂהֲדוּתָ֑א וְיַֽעֲקֹ֔ב קָ֥רָא ל֖וֹ גַּלְעֵֽד

Lavan folgt seinem Schwiegersohn Yaakov Avinu, als er Padan Aram verließ und ins Heilige Land zurückkehrte. Als sie sich jedoch treffen, einigen sie sich auf einen „Bund“, um ihre Beziehung zu regeln und zukünftigen Krieg zu verhindern. Die Verse lauten wie folgt:

Und Lavan sagte; „So, jetzt komm, lass uns einen Bund schließen, du und ich, und möge es ein Zeugnis zwischen mir und dir sein. Also nahm Yaakov einen Stein und stellte ihn als] ein Denkmal auf. Und Yaakov sagte zu seinen Verwandten: „Sammle Steine!“ und sie nahmen Steine ​​und machten einen Haufen und speisten dort neben dem Haufen. Und Laban nannte es Yegar Sahadutha, aber Jakob nannte es Gal ed. Beides bedeutet übersetzt „Ewiges Denkmal“ – aber warum muss uns die Thora den Namen sowohl auf Aramäisch als auch auf Hebräisch nennen?

Ausgehend von einem  „negativen Denkansatz“ würde man sagen, dass die Kluft  zwischen Yaakov Avinu und Lavan so groß ist, dass sie sich nicht einmal auf den Namen ihres Bundes einigen konnten….

Mit einem  „positiven Denkansatz“ wäre zu sagen, dass ein Bündnis, dass das Verhalten zweier  Parteien garantieren soll, klar in beiden Sprachen aufgesetzt werden muss, damit sich jede Seite an  ihre Grenzen hält. Gewissermaßen wie die heutige Grenze zwischen Israel und Ägypten die da lautet: „Überschreiten Sie nicht  die Grenze“ nicht, sowohl auf Hebräisch als auch auf Arabisch eben um versehentliche illegale Grenzübertritte  zu verhindern.

Schabbat Schalom 

Rabbiner Chaim Michael Biberfeld