Als der erste Rebbe von Slonim starb, hinterließ er ein einige Nachkommen. Alle waren gelehrt und fromm. Die Chassidim hatten eine schwierige Entscheidung darüber zu treffen, wer am besten geeignet wäre, ihren Rebbe als nächstes Oberhaupt dieser großen Bewegung zu ersetzen. Die endgültige Entscheidung beruhte auf der folgenden Geschichte: Eines der Enkelkinder war Reb Shmuel. …
Das Licht wird heller…
Nächste Woche zünden wir das Ner Rishon von Chanukka, das erste Licht, an.Zwei der bekanntesten und bedeutendsten Tanaim waren die berühmten Hilel und Schamai. In ihren Debatten wird Schamai oft als der Strengere und Hilel als der Nachsichtigere bezeichnet. Das ist zwar statistisch korrekt, aber eine zu starke Vereinfachung der Angelegenheit. Tatsächlich hat Hilel bei …
Schabbat ToldotWie viel ist ein Linsengericht wert?
In dieser Parscha lesen wir, wie Esau seine Erstgeborenenrechte an seinen jüngeren Bruder „verkauft“ - im Austausch für eine Portion Linsengericht. Wir wissen von unseren Weisen, dass dies kein Geschäft war, um materielle Güter von Esau auf Jaakow zu übertragen, sondern eher eine Vereinbarung, dass Jaakow die geistigen Rechte erhält und der „Nachfolger“ von Avraham …
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Das Joggen der Neschamá – Vor-Rosch-Haschana Überlegungen zum Schabbat
Wenn wir vor dreißig Jahren jemanden auf der Straße in der Nähe unseres Hauses joggen sahen, gingen wir davon aus, dass es sich bei dieser Person höchstwahrscheinlich um einen Profisportler handelte. Heute ist es selten, dass man beim Spazierengehen keine Menschen laufen sieht. Millionen von Menschen sind sich der Notwendigkeit bewusst, ihre körperliche Aktivität aufrechtzuerhalten …
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„Mein Zuhause ist meine Burg“ – Schabbat Ki Tetze
Man denkt, dass der Satz „my home is my castle“ - (ursprünglich und korrekt: „For a man's house is his castle“, ein überliefertes Diktum von Sir Edward Coke 1552 - 1634, englischer Anwalt, Richter und Politiker, der oft als der größte Jurist der elisabethanischen und jakobinischen Epoche angesehen wird) - ein Sprichwort ist, das die …
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Befürwortet die Tora „Selbstmitleid“? Schabbat Kodesch Parschat Schoftim
Wir lesen in Parschat Schoftim (Devarim Kapitel 20): כִּֽי-תֵצֵ֨א לַמִּלְחָמָ֜ה עַל-אֹיְבֶ֗ךָ וְֽרָאִ֜יתָ ס֤וּס וָרֶ֙כֶב֙ עַ֚ם רַ֣ב מִמְּךָ֔ לֹ֥א תִירָ֖א מֵהֶ֑ם כִּֽי-יְהֹוָ֤ה אֱלֹהֶ֙יךָ֙ עִמָּ֔ךְ הַמַּֽעַלְךָ֖ מֵאֶ֥רֶץ מִצְרָֽיִם׃ „Wenn du (israelitischer Krieger) zum Kriege ausziehst gegen deinen Feind, und du siehst Ross und Wagen und zahlreicher Volk als du, fürchte dich nicht vor ihnen; denn der Herr, …
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Gedanken nach Tischaa beAv
Der Hauptgrund für den Verlust des 2. Beit Hamikdasch, wie er in zahlreichen traditionellen Quellen erwähnt wird, war שנאת חינם oder - grundloser Hass. Feindseligkeit zwischen Menschen - ohne (guten...) Grund. Ich habe schon oft den Begriff „אהבת חינם“ („Grundlose Liebe“) als „Heilungsvorschlag“ für die Sünde der besinnungslosen Feindseligkeit gehört. Leicht zu sagen. Nicht so einfach …
Lasst uns reden – Schabbat Kodesch Paraschat Chukkat
In der Parscha dieser Woche verliert Mosche Rabeinu sein Einreisevisum für das Heilige Land, das er sein ganzes Leben lang anstrebte, insbesondere nachdem er sein Volk vierzig Jahre lang durch die Wüste geführt hatte. Wir lesen am Schabbat: וַיֹּ֣אמֶר יְהֹוָה֮ אֶל-מֹשֶׁ֣ה וְאֶֽל-אַהֲרֹן֒ יַ֚עַן לֹא-הֶאֱמַנְתֶּ֣ם בִּ֔י לְהַ֨קְדִּישֵׁ֔נִי לְעֵינֵ֖י בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֑ל לָכֵ֗ן לֹ֤א תָבִ֙יאוּ֙ אֶת-הַקָּהָ֣ל הַזֶּ֔ה אֶל-הָאָ֖רֶץ …
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1899-2024 125. Yahrzeit
Vor 125 Jahren, 12. Juni 1899, Montag, 4. Tammuz 5659, ד' בתמוז ה'תרנ"ט um 09:57 starb in Berlin C., Gipsstraße 12a, Rabbiner Dr. Esriel Hildesheimer זצוק"ל, erstes geistliches Oberhaupt der Adass Jisroel sowie Gründer und Rektor des mit unserer Gemeinde seit jeher verbundenen Rabbiner-Seminar zu Berlin. "Ihr wisst es doch. Ein Fürst und ein Großer Israels ist an diesem Tage gefallen. …
Kaddisch für Walther Rathenau…
Als ich mich auf eine Schiur über die Parscha vorbereitete, stieß ich auf einen Vortrag von Rabbi Avraham A. Weingort. Der in Jerusalem lebende Rav ist ein Gelehrter, der an einer Pariser Universität lehrt. Das Thema seines Vortrags hatte nichts mit meinem Schiur zu tun, aber es reizte mich irgendwie, ihn zu lesen. Hier ist …

